[3.3.2.2]
Zum Kriterium der »Einübbarkeit«
bezüglich der somatischen Tendenz
Die somatische Erfahrungswelt als Teilbereich der Kognition beinhaltet alles
psychomotorisch Erlernte. In Fortführung einer direkten Anknüpfung an ein
Reizangebot durch das Kriterium der Einübbarkeit kann die somatische Tendenz in diesem
Bereich eine eigendynamische Sinnhaftigkeit entwickeln. Das sensitive Potential von
Design sollte auf diese Einübbarkeit abgestimmt sein und auf ihr aufbauen, um ihre
sinnvolle Weiterentwicklung zu fördern. Als Vorstufe zum Kriterium der
Verwachsenheit, durch welches die wichtigsten Körpererfahrungen stabilisiert werden, bleiben für
das Kriterium der Einübbarkeit noch Variationen innerhalb dem Sinnzusammenhang
ähnlicher Körperbewegungen offen. Das sensitive Potential von Design unterstützt
das Kriterium der Einübbarkeit durch Möglichkeiten der individuellen Anpassung
eines Produkts auf körperliche Erfordernisse.
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