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[3.3.3.1]
Zum Kriterium der »Neugierigkeit«
bezüglich der explorativen Tendenz

Von der explorativen Tendenz beeinflußte Aktivitäten sind vom Gefühl der Neugier und des Erlebnishungers begleitet. Die emotionale Erstbewertung entsteht unter der Erwartung, daß die Interaktion mit dem vorgefundenen Reizangebot spannend ist und die Neugier aufrecht hält. Mit der Neugierigkeit gegenüber einem Reizangebot ist nicht zwangsläufig dessen absolute Neuheit verknüpft. Beispielsweise können viele Spiele, deren Regeln bekannt sind und die schon oft gespielt wurden, im Moment des Spielens immer wieder neugierig auf den nächsten Spielzug machen und sehr spannend sein. Beim regelgeleiteten Spielen ergänzen sich die Kriterien der Geordnetheit und Neugier sehr gut. Durch die Stimulanz von Neugier und Spannung beschäftigt sich die explorative Tendenz länger mit einem Reizangebot. Diesen Effekt nutzen beispielsweise Spiele-Designer aus und Fernsehsender bemühen sich darum, vor einem Werbeblock oder nach dem Ende einer Sendung nochmals einen Neugierschub zu erzeugen, um den Zuschauer an ihren Sender zu binden. Das impulsive Potential sollte eine emotional aufgeschlossene Neugierphase nicht zur irreführenden Überlistung mißbrauchen, sondern sie im Erziehungsprozeß als Vehikel durch didaktische Interessensunterstützung nutzen.

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