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[3.3.1.3]
Beispiel für das impulsive Potential von Design

Im Industriedesign war lange Zeit das perfekte und reibungslos funktionierende Produkt das Gestaltungsziel. Viele Nutzer suchen aber eine spannendere Interaktion mit den Produkten ihres Lebensumfelds als die erwartungsgemäße Erfüllung des genau definierten Nutzens. Sie wollen etwas entdecken, was nicht bereits vorhersehbar ist. Ein strikt ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz, der keine Anregungen zu Tätigkeiten bietet, die nicht direkt mit dem Arbeitsziel in Verbindung stehen, zwingt den Nutzer zur eindimensionalen Ausrichtung seiner Motivation und fördert das Entstehen einer ermüdenden, passiven Haltung. Arbeitsplatzgestaltung welche weniger stark planbare Aktivitäten einbindet, zum Beispiel durch morgendliche Arbeitsplatzwahl, Stehpulte, Arbeitstühle mit verschiedenen Sitzprinzipien, unterschiedliche Lichtquellen, flexible Wände zur Abgrenzung oder Kommunikation mit Kollegen usw., regt Aktivität hinsichtlich der explorativen Tendenz an und verhilft im Rahmen der Möglichkeiten innerhalb des Arbeitsalltags zu eigenständigen Entdeckungen.

Kommunikationsdesign kann durch Integration von verschiedenen ästhetischen Elementen wie unterschiedlichen Bilddarstellungen, Illustrationen, Schemata, Tabellen, Karikaturen usw., Wechsel im Layout, Verwendung mehrerer Schrifttypen, wechselnder Papierqualitäten usw., eine mehrdimensionale, also nicht nur visuelle, sondern auch haptische, nicht nur zur Aufnahme von Information instruieren, sondern zur aktiven Entdeckung und Kombination von Informationen anregen. Trotz berechtigter Kritik an der Gestaltung von Illustrierten oder den Programmen der Fernsehanstalten, bieten gerade diese Medien durch ihr impulsives Potential von Design Ansatzpunkte für Entdeckungen an.

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