[4.3.3.2]
Zum Kriterium der »Partnerschaftlichkeit«
bezüglich der polyvalenten Struktur
Der Subprozeß der kooperativen Unterstützung bezüglich der polyvalenten
Struktur ist als aktive Hilfe zur Selbsthilfe beschreibbar. Beispielsweise werden die Bewohner
einer Wohngemeinschaft einander zwar helfen, aber nicht dem Idealbild einer
harmonischen Familie entsprechend grenzenlose Hilfbereitschaft zeigen, sondern mit den
Unterstützungsmaßnahmen die Erwartung an entsprechende Eigenaktivitäten verbinden. Die
aus dem Subprozeß der Unterstützung hervorgehenden Bedingungen für die Erfahrung
sind durch das Kriterium der Partnerschaftlichkeit zu umreißen und zu gewichten.
Das partizipative Potential von Design entspricht dem Kriterium der
Partnerschaftlichkeit durch ein dem Problem angemessenes, dieses weder völlig aufhebendes noch
ihm ausweichendes Lösungsangebot. Dies ist insbesondere in solchen sozialen
Bereichen wichtig, in denen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten aufeinandertreffen wie
in der Entwicklungshilfe, der Schule und Ausbildung oder der Behindertenbetreuung.
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