zur Übersicht standardisiert/innovativ Übersicht der KriterienDarstellung als Modell

[5.3.3.3]
Zum Kriterium der »Professionalität«
bezüglich der standardisierten Logik

Im Subprozeß der Ausübung ist bezüglich der Reaktivation von Medien mit standardisierter Logik erstens die Kompetenz hervorzuheben, professionell mit dem standardisierten Wissen eines bestimmten Erfahrungsbereichs umgehen zu können. Zweitens kommt es darauf an, zumindest teilweise den Anschluß an andere Wissensgebiete zu halten. Die Qualität der ästhethischen Erfahrung während der Interaktion mit Medien, die der standardisierten Logik folgen, steigt, wenn das Kriterium einer disziplinären, zum interdisziplinären Kontakt offenen Professionalität erfüllt ist. Mathematiker entwickeln auf der Basis tradierter Standards Gedankenmodelle für verschiedene Zahlenwelten und kooperieren mit den Naturwissenschaften. Kreative Philosophen finden sich in alternative philosophische Denksysteme ein, erdenken neue Systeme stellen Brücken zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft her. Theologen propagieren ihre Religion nicht als Dogma sondern bieten zeitgemäße Deutungen zur ethischen Orientierung für die Wissenschaften an. Freude, Kompetenz und die Fähigkeit mit Fachleuten anderer Wissensgebiete kommunizieren zu können begleiten dann die Arbeit des Forschens, des Entwickelns, des Konstruierens, des Projektierens sowie des Operierens mit Gedankenmodellen.

Das innovative Potential von Design entspricht dem Kriterium der Professionalität, indem es für Interaktionen mit einer standardisierten Logik folgenden Medien einen Standard als Rahmen darzustellt, der erweiterbar ist und aus dem Neues entwickelt werden kann. Für die eigene Profession heißt dies erstens, disziplinäre Standards wie Gebrauchstüchtigkeit, Nutzungsfreundlichkeit und gestalterische Einheitlichkeit zu pflegen und anzuerkennen. Zweitens die Standards nur als Zwischenstand zu betrachten und sie nicht engstirnig zu befolgen, sondern sich durch den konkreten Kontext einer Problemstellung inspirieren zu lassen und innovative, über die Standards hinausweisende Lösungen zu finden. Auf diese Weise wird es gelingen, neue Aufgabenfelder für Design zu erschließen und durch neue interdisziplinäre Bezüge, das disziplinäre Wissen dort einzubringen und zu erweitern.

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