[3.3.1.2]
Beispiel für das impulsive Potential von Design
An vielen Kindergärten werden seit einigen Jahren spielzeugfreie Wochen
durchgeführt. Die Kinder müssen erst wieder lernen, einen selbstbestimmten Verhaltensfluß zu
entwickeln, denn es stehen nicht mehr ständig initiierende Angebote in Form der Spielsachen
bereit. Es wird mehr miteinander gespielt und die Natur wird stärker einbezogen. Trotz
positiver Ergebnisse beschlossen alle Beteiligten, wie Kinder, Eltern und Erzieher, daß ein
dauerhafter Verzicht auf Spielzeug nicht sinnvoll wäre, denn ein Großteil der Kinder wird nach
einiger Zeit in dem Drang nach geistiger explorativer Aktivität unterfordert.
Fernsehprogramme für Kinder und Jugendliche werden auf ihre erzieherische
Tauglichkeit hin auch unter Einbeziehung der Zuschauerreaktion geprüft. Kinder riechen eine allzu
erzieherische Selektion und instruierende Absicht hinter der Umsetzung einer Sendung
meilenweit gegen den Wind und wehren dieses pädagogisch zu einseitig definierte
impulsive Potential von Design durch Umschalten sofort ab.
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