[3.3.2.2]
Beispiel für das animative Potential von Design
Ein gutes Erscheinungsbild eines Unternehmens vom Briefkopf über Architektur,
Produktgestaltung und innerbetriebliche Organisation vemittelt nach innen und nach außen die
Assoziation eines stimmigen, sinnvollen Zusammenhangs. Corporate Identity und
Corporate Image müssen in Kooperation mit den Mitarbeitern und den Kunden gestaltet werden,
um durch den Einsatz von Gestaltung in allen Bereichen intuitiv funktionierende
Sinnanschlüsse anbieten zu können. Insbesondere die Mitarbeiter von Dienstleistungsunternehmen
sollten selbst positive Assoziationen mit der Unternehmensidentität verbinden, damit sie diese
im Kundenkontakt weitergeben können.
Entgegen strikten CI-Konzepten, in die sich die Mitarbeiter einfügen müssen, bietet
das animative Potential die Möglichkeit der Assoziierbarkeit zu verschiedenen subjektiven
Wirklichkeiten an. Das animative Potential von Design sollte daher nicht unbedingt nur eine
perfektionierte Lösung fixieren, sondern müßte im ästhetischen Ausdruck variabel sein
und durch technisch leicht zu realisierende Änderungen Assoziierbarkeit und sinnvolle
Entfaltung innerhalb verschiedener Erlebniswirklichkeiten anbieten. Ein gutes Beispiel hierfür
ist das Swatch-Prinzip.
Ein Werbespot von Microsoft zeigt mittels einem filmischen Streifzug über die Welt
die Begegnung mit verschiedensten Menschen, die in ihrem Bereich das beworbene Produkt
einsetzen. Hier wird auf subtile Weise die Assoziation vermittelt, daß das Produkt sinnvoll
in verschiedenste subjektive Lebenswirklichkeiten integriert werden kann und diese
qualitativ bereichert.
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