zur Übersicht integrativ/kollektiv Übersicht der KriterienDarstellung als Modell

[4.3.2.1]
Zum Kriterium der »Integrationswilligkeit«
bezüglich der integrativen Struktur

Die integrative Struktur steht für Partizipation grundsätzlich offen. Es werden keine spezifischen Fähigkeiten verlangt, allein auf die Integrationswilligkeit kommt es an. Der Einsteiger lernt hauptsächlich durch Nachmachen, kaum durch explizite Erklärungen. Mit der Zeit wächst er beinahe unmerklich in das System hinein. Das Lernen läuft hier sehr stark auf subliminaler Ebene ab und Gelerntes bleibt daher tief im Innersten verankert. Wissen, das auf diese Weise verkörpert ist, erscheint bald so selbstverständlich zu sein, daß es für prinzipiell von jedem erschließbar gehalten wird. Fragen werden weniger verbal, als bevorzugt durch anleitendes Vormachen beantwortet. Wichtig ist nicht die Perfektion mit der die Anleitung nachvollzogen wird, wie dies in der hierarchischen Struktur verlangt werden würde, sondern das Erwerben einer innerlichen Befähigung, die Anleitung auch unter etwas veränderten Rahmenbedingungen ähnlich auszuführen.

Das kollektive Potential von Design unterstützt das Kriterium der Integrationswilligkeit im Subprozeß der Eingliederung durch eine unspezifische Ausführung und intuitive Erfaßbarkeit der Gegenstände, die zur Lebensgestaltung der an einem sozialen System mit integrativer Struktur Beteiligten gehören.

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