[4.3.1.3]
Zum Kriterium der »Optimierbarkeit«
bezüglich der hierarchischen Struktur
Der Subprozeß der Zielsetzung ist bezüglich der gesamten Selbstdefinition
eines sozialen System mit hierarchischer Struktur entscheidend. Anders als hinsichtlich
der integrativen Struktur, wo alle an ihr Orientierten zwanglos und selbstverständlich
der gegebenen Zielrichtung zuarbeiten, muß die Zielvorgabe bezüglich der
hierarchischen Struktur immer wieder gegen Anfechtungen verteidigt und abgesichert werden.
Langfristig geschieht dies, indem die Organisation des sozialen Systems und die
Ergebnisse der produktiven Tätigkeit zunehmend optimiert werden. Ist Ökonomie ein Ideal,
dann steht auch bezüglich Ergonomie oder Technologie usw. nur die
Gewinnmaximierung im Vordergrund. Ist Produktivität ein Ideal wird diese optimiert. Analoges gilt für
Ergonomie oder Technologie usw.
Dem Kriterium der Optimierbarkeit entspricht das distinktive Potential von
Design durch ästhetische Mittel, die zunehmend explizit benennbar, nach
perfektionierten Regeln geordnet und nach präziseren Vorgaben ausgeführt werden. Der Einzelfall,
die Gestaltungsidee oder ein Nutzerbedürfnis bleiben dem optimierten, das Ideal der
hierarchischen Struktur essentiell repräsentierenden Gestaltungskanon untergeordnet.
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