[4.3.2.1]
Zum Kriterium der »Rollenakzeptanz«
bezüglich der hierarchischen Struktur
Als Beteiligungsvorgabe für die kommunikative Partizipation an einer
hierarchischen Struktur wird im Subprozeß der Eingliederung eine strikte Rollenakzeptanz
verlangt, die auch eine Unterordnung beinhaltet. Explizit vorgegebenes Wissen
muß präzise übernommen werden. Wem dies nicht gelingt oder wer Fähigkeiten
entwickelt, die nicht in das System passen, wird ausgeschlossen. Auch kann der Einstieg
nicht beliebig erfolgen, er ist an die verschiedenen Stufen der Hierarchie und an die
Einstufung des Einsteigers durch legitimierte Verwalter der Organisation gebunden.
Bezüglich der hierarchischen Struktur hat sich der Einzelne dem System
unterzuordnen. Selbst wenn er innerhalb dem System eine höhere Position erklommen
hat, gilt es, die eigene Persönlichkeit zurückzustellen und die Aufgaben, die sich
bezüglich der Position ergeben, gewissenhaft und pflichtgemäß zu erfüllen. Die
Partizipation an einem sozialen System mit hierarchischer Struktur verlangt in erster Linie
nicht Kompetenz zur individuellen Urteilsbildung und kann auch nicht nur durch
Integrationswilligkeit erreicht werden. Es kommt darauf an, einen Platz
bezüglich dem System zu finden und zu behaupten sowie die dadurch zugewiesene Rolle zu akzeptieren.
Dem Kriterium der Rollenakzeptanz entsprechend kann das distinktive
Potential von Design mithelfen, einen Beteiligungswilligen dazu zu befähigen, sich in das
Rollenschema einzufinden und die zur Erfüllung der angestrebten Rolle nötigen
Grundkenntnisse anzueignen. Hier wird offensichtlich, daß Designer mit der
Unterstützung eines solchermaßen distinktiven Potentials von Design selbst vor der
Entscheidung stehen, abzuwägen, ob sie einer primären Orientierung an der hierarchischen
Struktur sowie deren damit verbundenen Festigung Vorschub leisten wollen.
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