[4.3.2.2]
Beispiel für das kollektive Potential von Design
Um mehr Menschen aktive Beteiligung, nicht nur passives Zuschauen oder Zuhören
bei Radio- oder Fernsehsendungen zu ermöglichen, werden kleine Gewinnspiele oder
Quizsendungen mit sehr leicht zu beantwortenden Fragen durchgeführt. Viele Fernsehshows
sind so konzipiert, daß die Mitwirkenden nur solche Aufgaben zu lösen haben, die wenig
Geschicklichkeit oder die übliche Allgemeinbildung erfordern und deren Lösung vom Zufall
abhängt, um die Einbringungsfähigkeit der Kandidaten zu würdigen und sie nicht bloßzustellen.
Die Werbung einiger Internetprovider ist darauf angelegt, Menschen, die sich an
der integrativen Struktur orientieren, anzusprechen. Den Kunden wird in Aussicht gestellt,
daß sie nach der Einrichtung eines Netzanschlusses nur das Kriterium der
Einbringungsfähigkeit durch Beteiligung an Chat-Gruppen usw. erfüllen müssen, um zu einem Mitglied der
Netzgemeinschaft zu werden.
Wiederholt kommen Diskussionen um den Sinn von
uniformer Schulkleidung, die für das kollektive Potential von Design steht, auf. Sie sind davon motiviert, Barrieren
abzubauen, die zwischen Kindern, deren Eltern sich teure Markenkleidung leisten können und
solchen, die hierzu nicht fähig sind, entstehen. Die Kinder sollen dazu gebracht werden, sich an
einer integrativen Struktur zu orientieren und ihre Einbringungsfähigkeit in die
Gemeinschaft sowie den Unterricht, positiv zu entwickeln. Solange dieses Problem nicht gelöst ist,
wird die umgekehrte Richtung verfolgt. So unterstützt das Sozialamt die Kinder
finanzschwacher Familien durch den Kauf von Markenkleidung oder Markenspielzeug, damit die
elementare Einbringungsfähigkeit und
Integration in eine Gruppe Gleichaltriger gesichert ist.
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