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[5.3.2.2]
Zum Kriterium der »Transportierbarkeit«
bezüglich der kontextuellen Logik

Der zweite Subprozeß der Manifestation von Erfahrungen durch Medien mit kontextueller Logik in der individuellen und sozialen Erfahrungswirklichkeit, die Verbreitung, betrifft auch die serielle Produktion von Gegenständen. Diese ist eine wichtige Voraussetzung, um die beispielsweise in Alltagsdingen manifestierten Erfahrungen zu vervielfältigen und vielen Menschen zugänglich zu machen. Doch erst der Transport der Serienprodukte garantiert, daß die Vervielfältigung über ein bestimmtes Lebensumfeld hinausgehend zur weiteren Manifestation von Erfahrungen bezüglich Medien mit kontextueller Logik beiträgt. Mit fortschreitender Entwicklung der Transporttechnologie und zunehmender Mobilität durch Schiffahrt, Straßen-, Schienen- und Flugverkehr verringerten sich die Beschränkungen, die sich aus der Abhängigkeit der materiellen Fixierung von Erfahrungen von den naturgegebenen kontextuellen Medien ergeben (vgl. Punkt 5.3.2.1). Zudem ermöglichte die Erfindung und Entwicklung verschiedener Kunststoffe sowie der zugehörigen Produktionstechnologien seit den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts eine standortungebundene, serielle Fertigung vieler Gegenstände des täglichen Bedarfs. Somit ist der Einfluß des Subprozesses der Vervielfältigung auf die Erfahrungskreation in Beziehung zur Interaktion mit Medien, die von der kontextuellen Logik bestimmt werden, durch das Kriterium der Transportierbarkeit zu erfassen.

Das situative Potential von Design kann dem Kriterium der Transportierbarkeit entsprechen, indem für die Manifestation von medienbezogenen Erfahrungen wesentliche Anteile nicht zu stark kontextabhängig gestaltet werden. Vielmehr sollte sich das situative Potential von Design, auf den Subprozeß der Verbreitung bezogen, aus einem speziellen Kontext herauslösen lassen und ohne essentielle Veränderungen auch in einem anderen Kontext einfügbar sein.

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