zur Übersicht organisch/adaptiv Übersicht der KriterienDarstellung als Modell

[5.3.3.2]
Zum Kriterium der »Vollzugsfähigkeit«
bezüglich der organischen Logik

Die Verfügung über bestimmte organische Medien kann zwar gegeben sein, trotzdem steht der Subprozeß der Befähigung noch vor dem Subprozeß der endgültigen Ausführung, denn ohne Berücksichtigung des Kriteriums der Vollzugsfähigkeit kann der Teilprozeß der Reaktivation nicht abschließbar sind. Zeichnen als Medium mit organischer Logik erfordert nicht nur die vergegenwärtigende Verfügung über eine Idee, Zeichengeräte und das Wissen um deren Bedienung. Denn diese wichtigen Voraussetzungen kommen erst dann im positiven Sinne für die Erfahrung zur Entfaltung, wenn zusätzlich das Kriterium der Vollzugsfähigkeit erfüllt ist. So muß ein Mensch, um zu zeichnen, momentan in der Lage sein, mit der Hand, dem Mund, dem Fuß einen Stift führen oder auch eine Computertastatur, eine Maus oder einen Touchscreen bedienen zu können. Jedes der genannten Medien beeinflußt die Erfahrung während der Reaktivation unterschiedlich. Doch letztlich bestimmt das Kriterium der momentanen Vollzugsfähigkeit den Grad der Bedingtheit der Erfahrung durch die Medien, die der organischen Logik unterliegen.

Das adaptive Potential von Design kann dem Kriterium der Vollzugsfähigkeit dadurch entsprechen, daß die zur Interaktion mittels organischer Medien zusätzlich benötigten Geräte individuell angepaßt sind, ihre Bedienung gut zu erlernen ist und bezüglich dauerhaften oder temporären Veränderungen der Vollzugsfähigkeit dementsprechend neue adaptive Lösungen entwickelt werden.

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