zur Übersicht standardisiert/innovativ Übersicht der KriterienDarstellung als Modell

[5.3.1.3]
Beispiel für das innovative Potential von Design

Das innovative Potential kann dem Kriterium der Systematisierbarkeit entsprechend im Verlauf von Produktentwicklungsprozessen zu Lösungsalternativen beitragen und die Marktfähigkeit eines Unternehmens sichern helfen. Arbeitskräfte, Fachwissen, Maschinen, Material, Anlagen und Gebäude sowie Vermarktungswege können je für sich als Medien mit standardisierten Logiken konzipiert werden, die zu managen sind. Hier findet das Kriterium der Systematisierbarkeit Anwendung, indem als konstante Größe, um die herum alle anderen Aspekte systematisch organisiert werden, kein bereits feststehendes Produkt angenommen wird. Je nach Problemlage, kann zum Beispiel das Material auf dessen Bearbeitung die Firma spezialisiert ist, die Konstante bilden, zu der dann passende Produkte zu entwickeln sind. So könnte eine Fabrik für Gummistempel andere Gegenstände aus Gummi, beispielsweise neuartige Büroutensilien fertigen und ihre vorhanden Vermarktungsstrukturen im Bürohandel nutzen. Auch die Fähigkeiten der Mitarbeiter eines Betriebes können als Konstante fungieren. Wenn traditionelle Dekore nicht mehr gefragt sind, werden zur Erhaltung der Arbeitsplätze von Dekormalern in der Porzellanindustrie neuartige Dekore entworfen.

Im Bereich der Architektur sind ebenfalls Medien mit standardisierten Logiken unterscheidbar und je nach Problematik neu zu systematisieren. Beispielsweise können die infrastrukturelle Anbindung des Bauplatzes, die Funktion des Gebäudes, die Interessen der Nutzer, die ökonomische oder ökologische Bauweise als primäre Konstante und die anderen beteiligten Komponenten als Variablen oder Parameter definiert werden. Je nach Wahl der Konstante entstehen sehr unterschiedliche Konzepte.

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