[6.3.4]
Zur Strategie der »Einfügung«
bezüglich der resonanten Option
Der Strategie der Einfügung ist dann die bessere Wahl, wenn die Strategie der
Öffnung einen so großen Aufwand erfordern würde, daß für die Nutzung des
Mediums keine Zeit bliebe. So verschwenden viele Frauen kostbare Lebenszeit mit
Versuchen, ihren Körper so zu verändern, daß er ihrem Medien-Schema von einem schönen
Körper entspricht. Sie fasten, lassen sich operieren und investieren viel Zeit und Geld
für Körperpflege, um die mit dem Körper verbundene Limitation zu durchbrechen.
Würden sie ihren Körper akzeptieren und sich in seine Grenzen einfügen, wäre ihre
Lebensqualität sicher höher. Auch auf gesellschaftlicher Ebene ist abzuwägen, ob es
nicht vorteilhafter für die künftige Entwicklung ist, das technisch Machbare vorerst
aufzuschieben und sich in die Begrenzung durch Medien wie Verkehrssysteme oder
Energieversorgung einzufügen, um den Krafteinsatz auf die Weiterentwicklung anderer
Aspekte wie den Ausbau des Bildungssystems richten zu können.
Entsprechend der Strategie der Einfügung ist die interpretative Perspektivität
von Design daraufhin anzulegen, Lösungen zu entwickeln, durch welche die
Limitation akzeptabel wird und keine zu großen Abstriche für die Lebensqualität erzwingt.
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